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Psalmstudie: PSALM 79
Gebet in schwerer Kriegsnot - "Rachepsalm" (?)
Psalm 79
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Lese auch:
Bibel
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"Gebet des Volkes Gottes in schwerer Kriegsnot" (Überschrift: Luther-Bibel).
Der Psalm 79 beginnt mit der Anrufung Gottes: "Gott, es sind Heiden in dein Erbe eingefallen; die haben deinen heiligen Tempel entweiht und aus Jerusalem einen Steinhaufen gemacht."
Aus der Geschichte Israels wissen wir, daß die Babylonier gegen Jerusalem zogen und jeweils viel Verheerung hinterließen. Viele der Gefallenen wurden den Raubvögeln oder den wilden Tieren überlassen. Viel Blut wurde vergossen und niemand war da, der die Toten begrub.
Für die Nachbarländer wurde so das Volk Gottes zum Spott und Hohn.
Schreckliche Bilder, die der Krieg (verursachte) zeichnete!
Dieser Psalm ist nicht das Gebet eines Einzelnen - es ist eine "Volksklage": "HERR, wie lange willst du so sehr zürnen und deinen Eifer brennen lassen wie Feuer?". - Man sieht die Ereignisse nicht einfach als Schicksal sondern als Gottes Zorngericht. - So betet man: "Rechne uns die Schuld der Väter nicht an; erbarme dich unser bald, denn wir sind elend." (Vers 8)
Aber man weiß, daß Israel Gottes Volk ist und daß er das Leiden seines Volkes sieht. So bittet man, daß Gott nun dieses Elend, das ihnen widerfahren ist, auf den Kopf der Feinde zurückfalle. Es wird um "siebenfache" Vergeltung gebeten (Vers 12).
Ab Vers 9 folgt nun das Bittgebet um Errettung: "Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Und auch im nächsten Vers wird die "Ehre des Namens Gottes" beschworen.
Gott möge das Seufzen der Gefangenen zur Kenntnis nehmen.
Er möge daran denken, daß sein Volk "die Schafe seiner Weide" sind - und sie wollen danach ihm ewiglich danken und seinen Ruhm verkündigen.
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- Schrecklich sind die Bilder vom Krieg. Kriege sind nicht der Wille Gottes wohl aber das Werk von Menschen. Gott kann Kriege steuern (so hören wir es in den Psalmen); wo man ihn aber zurückstößt, da ist niemand, der Kriege verhindern könnte.
- Israel ist Gottes Volk - "die Schafe seiner Weide"! Zu ihm darf das Volk in Kriegsnot rufen.
- Man weiß sich schuldig ("Rechne uns die Schuld der Väter nicht an!") - man bittet nicht um "Recht" sondern um "Erbarmen".
- Immer jedoch blieb die Frage, wie es zum Blutvergießen zwischen den Völkern kommen konnte; die Psalmen wollen eine Antwort geben: Um eurer Sünde willen!
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| 31.März |
Psalm 79
Überschrift: "Gebet des Volkes in schwerer Kriegsnot"
13 Verse : Ein Psalm Asafs
Anfang:
"Gott, es sind Heiden in dein Erbe eingefallen; die haben deinen heiligen Tempel entweiht und aus Jerusalem einen Steinhaufen gemacht."
Letzter Vers:
"Wir aber, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für."
Besonderheit:
- Jerusalem liegt darnieder und das Volk ist weggeworfen
- Die Anfrage, wie lange noch Gott mit seinem Volk zürnen will.
- Vers 8: "Rechne uns die Schuld der Väter nicht an; erbarme dich unser bald, denn wir sind sehr elend."
- Der Beter bittet Gott, den Heiden "siebenfach" zu vergelten (Vers 12)
Überblick zur Einordnung:
Psalmen-Kapitel-Übersicht
Jahresleseplan zum Psalter
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Siehe auch:
Christus
ADAM
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