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MRAMORAK - Donauschwäbische Ortschaft im Banat
Mramorak (1821-1944) war vor dem 2.Weltkrieg ein kulturell und religiös gemischtes Dorf im ehemals jugoslawischen Banat: die Hälfte der Einwohner bestand aus Deutschen; ein Viertel waren Serben und ein Viertel Rumänen.
Drei Kirchen schmückten mit ihren Kirchtürmen das Ortsbild: die Serbisch-orthodoxe und die ungarisch-orthodoxe Kirche standen mitten im Dorf; die deutsch-evangelische-lutherische Kirche befand sich im Herzen des deutschen Siedlungsteiles.
Mramorak war mit der Bahnstrecke Pantschowa - Groß Betschkerek (in nord-westlicher Richtung) verbunden.
Gerade der deutsche Anteil der Ortschaft hatte in den Jahrzehnten ein Netz der Selbst- und Fremdversorgung aufgebaut. Getragen waren alle diese Anstrengungen (vielleicht mehr unbewußt als bewußt!) durch die alte Mönchsregel: BETE UND ARBEITE!
Vielleicht war manchesmal das Arbeiten wichtiger als das Beten; vergessen haben es unsere Landsleute jedoch nie, daß "an Gottes Segen alles gelegen ist". Und hätten sie das Beten verlernt - sie lernten es wieder in der Zeit der Vertreibung und des Elends in den Jahren 1944 und 1945.
124 Jahre nach der Ansiedlung endete die Geschichte einer friedlichen Koexistenz verschiedener Völker in Mramorak : 3.500 Deutsche, die 1944 im Ort lebten, wurden auf grausamste und unmenschlichste Art ihrer Heimat beraubt - und viele auch ihres Lebens. Die anderen wollte man im Hungerslager Rudolfsgnad vernichten.
Weitere Informationen zu Mramorak
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